Samstag, 16. Juli 2016

Badezeit auf dem 20. HURRICANE / Hurricane 2016

Ich melde mich wieder zurück, besser spät als nie, und hiermit bekommt Ihr nun auch die lang ersehnten Eindrücke meiner Festivals dieses Jahr. Fangen wir mit dem Hurricane an.

*(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)


Das erste Mal ist ja bekanntlich immer was Besonderes. Zumindest war mein erstes Mal Hurricane ein unvergessliches Ereignis. Nachdem wir Donnerstag Nacht angereist waren fing es bereits mit dem Regen an. Zuerst mussten wir jedoch die Bändchenvergabe finden. Im Dunkeln gar nicht mal so einfach. Nach stundenlangem Schleppen, Aufbauen und wieder schleppen, waren wir gegen viertel nach 2 in unseren Schlafsäcken bereit für die Nacht. Knapp eine halbe Stunde später fing jedoch das erste Gewitter Inferno statt. Ich lüge nicht, wenn ich euch sage, dass sich das Zelt komplett eingedrückt hat und in alle Richtungen bewegt. Nachdem wir die Nacht im Wasserbett verbracht hatten, beschlossen wir, aufgrund der Wetterprognosen, im Auto zu schlafen und haben am Samstag bereits unser Zelt eingeräumt. Mit viel Freude begaben wir uns nun am Freitag pünktlich zu Zebrahead auf's Gelände, nach Royal Republic war dann schon die erste "Evakuierung". Zu den zwei Bands kann ich notieren dass Sie definitiv sehenswert und hörenswert sind wenn man auf guten Rock steht. Vor allem Zebrahead habe ich neu für mich entdeckt, Royal Republic war schon länger ein Favorite von mir. Neben guter Bühnenshow und Führung haben beide Bands das Publikum gut unterhalten. Nach der "Evakuierung" sind wir zur Ansage wieder aufs Gelände. AnnenMayKantereit, Trailerpark, Rammstein und K.I.Z waren die Acts des restlichen Abends. AnnenMayKantereit haben wir nur zur Hälfte mitbekommen, da wir um was zu Essen anstanden. Die Bühnenshow war eher schlicht, was mich bei der Band aber nicht sonderlich stört, da Sie mit großartiger Stimme überzeugen. Hat auch vollkommen gereicht, die Leute waren begeistert und bei Pocahontas wurde eifrig mitgegrölt. Trailerpark war so eines meiner kleinen Highlights. Wer die Jungs kennt, weiß ja wie das abläuft und wer nicht, naja der sollte sie kennen lernen. Neben theatralisch witziger Bühnenshow bekommt man eine gute Portion Rap als Dessert. Kombiniert mit sarkastischen Lines auf abwechslungsreichen Beats. Das Pokémon Titellied durfte die Menge auch genießen. Eines der wohl größten Highlights war wohl Rammstein, welche am Abend die Mainstage abschließen durften. Rammstein ist definitiv ein Highlight. Gute Live Musik kombiniert mit einer faszinierenden Bühnenshow aus Feuer und viel, viel Make Up und Show. Doch die Musik geht dabei nicht verloren. Zum Abschluss spielten Sie Sonne, wo das Publikum noch einmal komplett aufflammte. Rammstein sollte man sich definitiv live geben. Danach schwamm der Strom über zu K.I.Z auf der Blue Stage. K.I,Z kurz und knapp: Live gut wie immer, Bühnenshow reift aus und ist unterhaltsam, soweit kann das Publikum ziemlich gut mitmachen.
Zum Samstag kann ich euch nicht viel erzählen, da das Gelände an diesem Tag gesperrt wurde, durch die abartigen Dauerregen. Doch wir blieben zäh, haben zwar im Auto geschlafen, aber es ließ sich super aushalten mit CampFM und der Sonntag belohnte uns dann mit bestem Sonnenschein Wetter.
Zu Bosse begaben wir uns aufs Gelände und ich konnte erstmal 'ne Runde tanzen. Bosse ist wirklich ein toller, toller Live Performer. Bei Krumme Symphonie und Frankfurt Oder ging mein Herz ein großes Stück weit auf. Danach begaben wir uns zu The Wombats, welche ich so recht selten gehört habe aber Let's dance to Joy Division konnte auch ich aus dem FF. Aber empfehlen kann ich die Jungs auf jeden Fall. Sollte sich jeder mal ein bisschen mehr anhören. Als abschließendes Highlight möchte ich für euch hier Mumford and Sons anbringen. Ich bin ja schon einige Jahre Fan dieser Band und habe mich so sehr darauf gefreut sie endlich einmal Live zu erleben. Meine Erwartungen wurden auch vollkommen erfüllt. Eine so gute Live Show mit so guter Musik und so guten Texten. Ich liebe die Jungs einfach. Das Publikum war auch immer dabei und sehr textsicher. Als letzte Zugabe gab es dann auch mein absolutes Lieblingslied The Wolf, bei welchem ich mir nocheinmal richtig die Seele aus dem Leib sang.
Alles in allem war mein erstes Mal Hurricane im Großen und Ganzen sehr schön. Ich hatte eine super Begleitung und habe auch ziemlich alle Acts gesehen, die ich sehen wollte. Das Wetter war jedoch mehr als anstrengend. Ich habe auch ein paar Leute gefragt, welche schon öfter beim Hurricane waren, und jeder meinte zu mir, Zitat: "Das Wetter war jedes Jahr scheisse, aber noch nie SO scheisse." Das spricht dann wohl für sich. Immerhin haben die Leute die wirklich ein Festival unterstützen wollen und zuversichtlich blieben, wie wir, durchgehalten und wurden auch belohnt. Jedoch sollte das Org Team sich eventuell etwas einfallen lassen fürs nächste Jahr, sollte es wieder solche Fälle geben. Die Karten sind immerhin nicht gerade so billig. Aber das Team hat sein bestes gegeben um uns doch noch einen schönen Abschluss zu bereiten und das darf man auch hoch anrechnen. Jedoch sollte man das Green Camp eventuell ein bisschen besser sichtbar machen, wir hatten uns da rein verirrt und musste somit immer diskutieren weil ja nun dort unser Zelt stand, auch so war das Bändchen finden und Zeltplatz zuweisen und finden nicht gerade übersichtlich, aber das sind Kleinigkeiten vom Großen und Ganzen. Ob ich nächstes Jahr hinfahre weiß ich noch nicht, aber Alles in Allem war mein erstes Mal Hurricane gelungen. Und für alle Überempfindlichen: Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Kleidung! Arrividerci.


Impressionen

 *(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)
 *(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)
 *(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)
 *(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)
 *(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)
 *(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)
 *(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)
 *(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)
 *(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)
 *(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)
 *(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)
 *(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)
 *(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)
 *(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)
 *(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)
 *(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)
 *(Hurricane Festival ' 20; 24.06 - 26.06.2016; Eichenring Scheeßel)



















* Die Bildrechte liegen bei MIR, ich möchte sie von keinem Hampelmann irgendwo geklaut finden!



Dienstag, 22. März 2016

Im Westen Nix Neues, doch hier was Neues! Prinz Pi Tour 2016!

So ihr Rapfanatiker,

lang lang ist's her, Ihr wisst warum, doch wenn man gute Freunde hat, dann werden so manche Wünsche wahr. So zum Beispiel habe ich meine treue, super tolle, liebe Alina, welche auf dem Pi Konzert in Berlin war und für euch mit geschrieben hat. Also dann, habt Spaß beim Lesen ihr Hip Hop Junkies !

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Ahoi!
Da die liebe Vivi nicht zu Prinz Pi am Samstag konnte, hatte ich die Aufgabe bekommen als Außenkorrespondent meine Eindrücke aufzuschreiben und ein paar Bilder zumachen. Gegen 15:00 Uhr hatte ich mich bei sonnigstem Frühlingswetter vor der Columbiahalle eingefunden und mit einer regen Anzahl anderer Fans, welche zu voranschreitender Stunde immer mehr wurden, auf den Einlass gewartet. Das ging bei so schönem Wetter und guten Freunden ziemlich gut und die Zeit ging auch mehr als flott rum. Bald nahte es 18:30 Uhr und alle standen schon vor den Absperrungen und waren bereit, um einen Platz ganz weit vorne in der Halle zu kämpfen. Adrenalin lag in der Luft.
Nach einem halsbrecherischen Einlass, der eher den Hungerspielen ähnelte als zivilisierten Umgangsformen, durfte ich mich dann in der ersten Reihe neben meinen Freunden einreihen und somit die Show von, quasi, den besten Plätzen im Haus verfolgen – zumindest wenn man ein eingefleischter Prinz Pi-Fan war (so wie viele an dem Abend) und seit mehreren Stunden vor der Halle kampiert hatte. Es folgte darauf das übliche Gemurmel und Gespräche mit Freunden ehe pünktlich um 20:00 Uhr der Voract, TAMI, begann. Dieser hatte mit seinem DJ und seinem Back-Up ordentlich Verstärkung aufgefahren. Auch wenn er Anfangs etwas hilflos auf der großen Bühne aussah und das Publikum nicht ganz mitziehen wollte, lief es dann doch recht rund bei ihm. Das liegt auch an seiner sympathischen Art, denn neben einem Song für seine Frau und ein Foto für seine Tochter, ist mir das eindeutig im Kopf geblieben. Er hatte sichtlich Spaß an seiner Arbeit und freute sich über jeden Arm, der oben war. Jedes Mal ein wahrer Eminem-Moment, wie er selber sagte.
Nachdem TAMI uns 25 Minuten eingeheizt hatte, verließ er die Bühne und die Aufregung im Saal stieg rapide. Leute wurden unruhiger und die ersten Menschen verlangten nach etwas zu Trinken, so angespannt und nervös waren sie. Kurz vor Neun war es dann soweit und es wurde abgedunkelt. Sofort folgte lautes Gekreische, waren doch die jungen, weiblichen Fans eindeutig in der Überzahl. Die Töne des Intros waren zuhören und innerlich machte ich mich schon bereit, dass der große weiße Vorhang fallen würde und Pi und seine Band zum Vorschein kommen würden. Tat es nach mehreren Sekunden des Herzklopfens auch und die Show wurde mit den bekannten Klängen vom Klassiker „Du Bist“ eröffnet. Die komplette Crowd glänzte mit dem ersten Wort, dass durchs Mikro durch die Boxen schwang, mit lauten Kehlen und Energie, die auch in allen folgenden Songs unter Beweis gestellt werden würde.

Prinz Pi führte durch den Abend mit einer gut-gewählten Mischung aus alten und neuen Songs. Von heiß-geliebten Songs des Vorgängers Kompass Ohne Norden wie der Titeltrack, „Glück“ und „100x“ über weitere alte Klassiker wie „Der neue iGod“, „Elfenbeinturm“ oder natürlich „Keine Liebe“ bis zu vielen, vielen neuen Songs des jüngsten Release Im Westen Nix Neues war wirklich alles vertreten und somit hatte jeder seinen Pi-Moment in irgendeiner Form. Seien es die verliebten Paare bei „1,40m“ oder „Glück“ oder die Jungs im Pit bei den brachialen Endcore-Bangern „Generation Porno“ und „Gib' dem Affen Zucker“ oder auch die Leute, die eher auf der emotionalen Seite des Spektrums anzutreffen waren, und bei „Laura“ in Erinnerung schwelgten oder zusammen mit Pi weinten.
Und immer wieder anzutreffen: Die Textsicherheit der Berliner, oder Angereisten, die für einen Abend ein Teil davon waren, Teil von Pi's Homebase – welche er mit einem riesigen Grinsen und mit offenen Armen empfing.
Nachdem der Prinz und seine Audienz sich gemeinsam den Frust von der Seele gerappt, gepogt oder getanzt haben, fanden sich die meisten noch kurz beim Merch-Stand ein um mit ihrem geliebten Idol kurz zu quatschen, ein Foto zu machen oder einfach nur ein Autogramm abzugattern, ehe es verschwitzt, erschöpft und müde, aber komplett zufrieden, in die Berliner Nacht ging.
Schön war es gewesen. „Typisch Berlin“ wie Prinz Pi selber sagte, und besser könnte ich es gar nicht beschreiben. Das war einfach so typisch Berlin.

Set List:
Intro
Du Bist
Im Westen Nix Neues/Tochter
Kompass Ohne Norden
Elfenbeinturm
Im Jetzt Ist Das Chaos (Funkeln)
100x
Der Neue iGod
Weiße Tapete/Minimum
Schornsteine
Werte
Schwermetall
Glück
1,40m
Rebell Ohne Grund (Kompass Reprise)
Ballade für Jojo
Laura

Encore:
Keine Liebe
Generation Porno
Wasser zu Wein
Gib dem Affen Zucker

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Am Schluss möchte ich mich nun herzlich bei meiner allerliebsten Alina bedanken, welche es mir und somit auch euch, ermöglicht hat diese Review zu posten. Da ich ja momentan nicht in Berlin bin und viel durch mein Praktikum eingespannt, hat die liebe Alina mir diesen Gefallen getan und das Konzert für mich übernommen. Sie selber hat auch einen Blog, den solltet Ihr auf jeden Fall mal auschecken, ich verlinke ihn euch. Somit nochmal, danke an dich Alina mein Herzblatt, du bist die Beste ! 

Alina's Blog
>>>>>omgzitsalina<<<<< 

Impressionen:

 *Prinz Pi - Im Westen Nix Neues Tour (19.03.2016; Columbia Halle, Berlin)
  *Prinz Pi - Im Westen Nix Neues Tour (19.03.2016; Columbia Halle, Berlin)
  *Prinz Pi - Im Westen Nix Neues Tour (19.03.2016; Columbia Halle, Berlin)
 *Prinz Pi - Im Westen Nix Neues Tour (19.03.2016; Columbia Halle, Berlin)
*Prinz Pi - Im Westen Nix Neues Tour (19.03.2016; Columbia Halle, Berlin)
 *Prinz Pi - Im Westen Nix Neues Tour (19.03.2016; Columbia Halle, Berlin)
 *Prinz Pi - Im Westen Nix Neues Tour (19.03.2016; Columbia Halle, Berlin)




 *Die gekennzeichneten Bilder habe ich fotografiert, demnach liegen die Bildrechte bei MIR und ich möchte sie von keinem Hampelmann geklaut irgendwo finden !

Sonntag, 17. Januar 2016

Struggles wenn du auf einem Dorf wohnst.

Ich habe mich letztens entschieden, mal wieder ein wenig Zeit bei meinen Eltern zu verbringen.
Meine Eltern wohnen außerhalb von Berlin, auf einem Dorf. Nicht all zu weit entfernt von Berlin. Aber es ist jedoch Dorf.
Dort bin ich aufgewachsen.
Als Dorfkind mit Ambitionen zur Stadt, hat man mit so manchen Problemen zu kämpfen.
Wenn du zum Beispiel kein Auto hast, dann  bist du gut und gerne mal aufgeschmissen. Oder wenn du den Zug verpasst oder dieser gleich gar nicht fährt.
Da stand ich also heute Morgen auf und wollte zum Solemart fahren, da schlug mir das Wetter ins Gesicht.
Über Nacht gab es 15 cm Schnee.
Und die Straßen waren selbstverständlich nicht geräumt.
Somit konnte ich die S-Bahn schon mal knicken, denn mit dem eingeschneiten Auto auf den ungeräumten Straßen, würde ich nicht all zu weit kommen.
Kein Ding, fahre ich eben mit Zug, dachte ich mir. Doch dieser fuhr nicht.
Fragt mich nicht wieso, aber er fuhr nicht.
Somit saß ich fest, auf meinem Dorf, tief im Schnee, ohne jegliche Chance weg zu kommen.
Und das Kinder, ist eines der vielen Probleme die du hast, wenn du auf einem Dorf wohnst.
Ich liebe Schnee (nicht).